Made my day

Ok, der Beitrag ist von Fefe oder einem der vielen, die ihn eingeschickt haben – allerdings ist es zu schön. Schaut man mal wer hinter der IP 156.33.241.5 steckt erscheint folgender Wikipedia-Edit doch gleich in einem ganz anderen Licht.

Im Original-Artikel fehlt mir jetzt nur noch ein “Die Besten der Besten der Besten, Sir!” – und ein schöner Einblick wie Vorratsdaten (und seien es nur die IPs von Edits auf der Wikipedia) einem das Leben schwermachen können. Profis hätten sich wenigstens in ein Internet-Café gesetzt oder den UMTS-Stick bemüht, allerdings muss man dazu halt wissen, dass man hinter seinem Browserfenster nicht so anonym ist wie man vielleicht glaubt und dass es überall abrufbare Informationen gibt. Ok, beim normalen Nutzer steht da vielleicht Telekom und ist nicht so leicht zuzuordnen, aber US Senat? Wobei, kann ja auch der Internet-Terminal in der Lobby sein, wo die Reinigungsfachkraft, äh, die Facility-Managerin, in der Pause gesurft hat…

MakerFaire 2013 Hannover

Gestern am 3. August war es soweit, die erste MakerFaire in Hannover. Insgesammt sehr gut besucht mit weit über 5000 Besuchern kann man das Event als vollen Erfolg bezeichnen.

Für die Bilder-Menschen ein kleiner erster Einblick:

QSL Karte

Bild 1 von 21

Meine neue QSL Karte - ja ich komme aus Waschbär-Stadt Nummer Eins!

Der Wecker klingelt früh – halb fünf ist die Nacht vorbei und reichlich verschlafen geht es in den Tag, schnell die vorgepackten Sachen einsammeln und auf nach Baunatal wo mein “Taxi” nach Hannover wartet – die Geschäftsstelle des Deutschen Amateur Radio Club e.V. war auch vertreten und so nett mich mitzunehmen. So kommt man mal in den Genuss einen Sonnenaufgang über dem Headquarter des Verein zu erleben, sonst bin ich maximal zum Sonnenuntergang dort.

Kaum in Hannover angekommen und die Halle betreten herrscht überall ein emsiges Treiben. An jeder Ecke werden Exponate aufgebaut, Plakate gehängt, Modelle fertiggestellt und der Stand auf Vordermann gebracht. So natürlich auch bei den Funkamateuren der OVs aus Hannover – gleich wenn man reinkommt rechts alles in Beschlag genommen. Morse-Station, Ballonexperiente, Bastelprojekte und viele OMs. Auch die Geschäftsstelle ist mit einem Infostand dabei und ist mit massig CQ DLs angerückt, die auch einen reissenden Absatz fanden, gerade Selbstbau-Projekte und Raspberry PI kommen bei Makern super an.

Maker? Früher wären es Bastler und Tüftler gewesen – doch durch das Internet ist hier eine richtige Kultur entstanden von Leuten die gerne Basteln, Bauen, Verändern, Tunen und ihr Wissen dabei gerne an andere Weitergeben. In den USA gibt es schon länger eine sehr aktive Makerszene – richtig bekannt auch über den Teich geworden durch das Makemagazine und die Weekend Projects von Bre Pettis – der sich mit Makerbot nach vorne gewagt hat und ein großes Stück dazu beigetragen hat diese Form des Rapid Prototypings populär zu machen und in die breite Masse zu bringen.

So wundert es auch kaum, dass 3D Drucker auf der Messe überall gegenwärtig waren. Von einfachen Modellen aus dem Selbstbau bis hin zu Profigeräten war alles vertreten. Kleinste Teile, Flaschen, Vasen, Formteile – fast alles lässt sich mit den Wunderdingern herstellen. Auch Namensschilder oder die Bauteile für einen 3D Drucker.

In eine ähnliche Richtung zielen auch die Laser-Cutter, mit denen sich mit nahezu rasanter Geschwindigkeit aus Sperrholz und anderen Materialien Teile mit filigranen Konturen ausschneiden lassen – ideal für die Teile zum Bau von Quadcoptern, die dann auf dem Freigelände in etlichen Flugshows zu sehen waren. Von einfachen Modellen bis hin zu welchen mit Bildübertragung (die allerdings teils rechtliche Probleme aufwerfen kann) und GPS-Steuerung und Microcontrollern, die ganze Flugprogramme lernen und wiedergeben können ist hier der Fantasie kaum eine Grenze gesetzt.

Dem Treiben konnte man vom Zelt von Bärenfunk aus toll zuschauen, während man dort sich in Ruhe mit einem Getränk in den Schatten setzen konnte und sich unterhalten. Wer wollte auch per Funk im CW Contest. Dort war auch die Technik des Laser ATV live zu bewundern, die auch eine Menge von Besuchern anzog und wo auch richtig fachliche Fragen geklärt wurden, die man denn mit dem Laser moduliert und das Fernsehsignal überträgt. Ein spannendes Thema, das eins wieder ganz deutlich macht: Ich brauche mehr Zeit und mindestens einen 6er im Lotto ;-) Zusatzzahl muss nicht unbedingt sein…

Nicht weit davon entfernt findet man auf der Bühne Kolja Kugler. Ihn nimmt man allerdings nicht so sehr wahr wie seine Kunst – den Afreakin bassplayer oder Sir Elton Junk. Beides Roboter die von ihm gebaut und immer wieder verfeinert wurden, teils in jahrelanger Kleinarbeit. Und ausser dem Kompressor für die Pneumatik ist alles mehr oder minder Müll vom Schrottplatz. Musik spielt der erste – auch gut und lautstark, so dass man ihn auch in er Halle hören kann, und für den Plausch sorgt Sir Elton Junk (und bringt auch ab und zu eine kühle Erfrischung).

Da hier natürlich viele Leute verweilen und sich die Show anschauen (immerhin spielen auch Schrottvögel Flöte – liegt bei Pneumatik ja nahe) ist es gut, dass ein Mülleimer bereitsteht, wo man seine Becher und Pappen entsorgen könnte. Könnte. Denn das rote Ungetüm gehört auch zu Kolja und hat damit ein Eigenleben. Rumpelt umher, schnappt mit dem Deckel zu. Und wenns ihm zu bunt wird – dann spuckt er den ganzen Müll halt mit mächtigem Getöse einfach wieder aus. Und die Kinder haben ihren Spass daran und füttern die Tonne erneut – und sie verhält sich auch immer anders, denn automatische Steuerung gibt es nicht. Kolja steht irgendwo an der Bühne und hat einen alten Mixer in der Hand – die Fernsteuerung. Auch hier einwandfreies Upcycling – erfrischend unauffällig und er hat sichtbar seinen Spass.

Die meiste Zeit bin ich allerdings in der Halle – meine Fans von Teaxas Instruments sind vor Ort, mit deren Microcontrollern setze ich selbst ja meine meisten Projekte um. Das sollte man nur keinem erzählen, denn ratz-fatz ist man umlagert und darf kleine Vorführungen mit dem Controller, der Platine und der Entwicklungsumgebung machen, bei dem Anklang sollte ich wirklich überlegen da mal eine Podcast-Reihe draus zu machen. Und ich hab sogar einen felsenfesten Arduino Bekenner dazu gebracht sich mal das kleine Launchpad zu bestellen – immerhin gibt es hier eine komplette Entwicklungsumgebung, mit IDE, Debugger und Emulator sowie zwei MSP430 Controllern für den sagenhaften Preis von unter 10 Dollar – und das auch noch versandkostenfrei. Und mit dem Board kann man direkt auch in der Schaltung programmieren und auch debuggen, das ist super hilfreich, wenn man mal die Werte von einem ADC-Register wissen will zu den Zeitpunkt, wo der Interrupt ausgelöst wurde. Sehr spannendes Thema, mehr dazu demnächst hier und als kleinen Lehrgang/Podcast.

Und: Chef der MSP430 Entwicklung war vor Ort und lange bei uns mit am Stand. Er kommt aus Bayern – wie der MSP430 selbst auch – und er ist Funkamateur, das erklärt bestimmt (hi) warum ich ausgerechnet von den MSPs so begeistert bin ;-) Immerhin hab ich zwei T-Shirts bekommen, die werd ich in Ehren halten.

Auch mein mit dem Raspberry Pi umgesetzter WSPR Sender war immer wieder ein Einstiegspunkt für spannende Diskussionen, zu blöd dass ich den falschen Pi eingesteckt hatte auf dem alles eingerichtet war. Software wäre kein Problem gewesen, SD Karte auch nicht – aber woher den Tiefpass nehmen? Aber da ich noch die Materialien vom Beitrag dabei hatte, konnte man es auch so erklären, auch wenn ich es spannender gefunden hätte mit dem Draht live in der Luft zu sein. Aber allein die Tatsache, dass ein toggelnder Portpin und etwas Draht über 2000km nahezu aus dem Stand empfangbar ist schärfte den Blick auf EMV Probleme und auch die Abhörsicherheit von Elektronik, gerade wo natürlich der PRISM Skandal noch so schön frisch ist. Viele Mailadressen wurden getauscht und es wird noch etwas Nacharbeit auf mich zukommen.

Überhaupt war ich erstaunt, wieviele lizensierte Funkamateure anwesend waren – hinter den Ständen so wie auch als Besucher. Offenbar sind “wir” nicht nur im Funken super, sondern vom damals Bastler aufgestiegen zum Maker.

So erstmal genug, Kino und Eis wartet – später mehr :-)

Neue QSL Karten sind da :-)

Nach langer Zeit Abstinenz vom Hobby und dem halbwegs erfolgreichen Wiedereinstieg als QRPler mit schwerem Antennenschaden und 2.5 Watt war ich recht erstaunt, dass es mit heutiger moderner Digitaltechnik mit k(l)einer Leistung schon über 2000km weite Verbindungen aufbauen kann (siehe Raspberry PI Artikel vorher) und man mit kleiner Leistung PSK machen kann.

Noch erstaunter war ich, dass auch heute noch QSL Karten offenbar gerne gesehen werden – und ich damit vor der Aufgabe stand auch wieder welche drucken zu lassen. Kurz geschaut, Druckdienstleister gibt es ja wie Sand am Meer – aber man muss aufpassen keine beschichteten oder gestrichenen Papiere zu erwischen. Und die Preise sind mit damals absolut nicht mehr vergleichbar, es wird eben nicht alles teurer. Nur mit den altbackenen Motiven konnte ich mich nicht anfreunden, da muss mal was frisches her (sonst fühle ich mich einfach zu alt). Daher mal die Illustratorin meines Vertrauens gefragt, mit etwas Input über die zwei Massenphänomene von Kassel – Baofengs und Waschbären – kam mein neues Motiv heraus:

390001_570528309652224_533184802_nRaccoon City – da sind nicht mal die Funkgeräte vor den kleinen Pelzbären sicher :-) Vielen Dank an MeistersWerk an dieser Stelle für das tolle Motiv!

Ab sofort in der QSL Kiste und auch als aktuelles Motiv auf eQSL.cc – wenn sie alle sind, gibt’s ein neues Motiv – ich bin schon gespannt.

 

 

R.I.P.

piRauschen. Ionosphäre. Pi.

Für was könnte RIP sonst stehen? Okay, Rest in Pieces – das Schicksal welches meinen Raspberry Pi fast ereilt hätte, nachdem ich mit dem kleinen Miniaturcomputer für “ernsthafte” Anwendungen mehr als genug Ärger hatte und ihn daher nach einer Woche in meine Ramschkiste geworfen habe.

Nachdem ich in der CQ DL und im Internet einiges über den Weak Signal Propagation Reporter von K1JT – in kurz WSPR, gesprochen Whisper wie englisch flüstern – gelesen hab und die Möglichkeit mit einem Raspberry Pi als Sender daran teilzunehmen musste das natürlich ausprobiert werden, gerade da ich besonders antennengeschädigt bin. Vorweg: über 2000km mit einem Raspberry zu überbrücken ohne weitere Verstärker – geht!

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Hallo Welt!

Ja, das ist der Standard-Post von WordPress. Aber da wollte ich kurz mal eben was am Design ändern – und dank des Übertemplates gleich mal die ganze Installation gehimmelt. Toll. Freude.

Nun also von neuem – immerhin hab ich den PSK Artikel wieder online, der scheint ja auf reges Interesse gestoßen zu sein :-) Danke für das Feedback!